Radikale Selbstfürsorge

Versuche niemanden zu helfen.

Es sei denn, du wirst darum gebeten. Wenn du das nicht akzeptierst, lernst du es über den harten Weg.

Wenn dich jemand um Hilfe bittet, dann ist der richtige Zeitpunkt da. Dann ist eine Einsicht und Bereitschaft vorhanden. Ein Wille der erfahrenen Hilflosigkeit zuzustimmen. Ja, an dieser Stelle meines Lebens bewegt sich nichts. Da geht es nicht weiter. Alles, was ich versucht habe, bringt mir nichts. Ja, ich leide und ich bin bereit mein Leben jetzt in die Hand zu nehmen. Wenn diese Einsicht vorhanden ist, kann sich etwas bewegen.

Wenn du nicht um Hilfe gebeten wurdest, wird sie als Einmischung und Manipulation empfunden. Als Kontrolle und Weigerung, die nichts mit deinem Gegenüber zu tun hat. Im Gegenteil, wenn du dich einmischt, ist es dein Muster, dein Bedürfnis, dein Widerstand, dein innerer Krieg, den du führst. Er hat nichts mit dem anderen zu tun. Die Verbindung und die Liebe gehen verloren, die Zuwendung, das offene Herz, die gemeinsame Erfahrung zu wachsen. Die Positionen verhärten sich. Was bleibt, du fühlst dich überlegen oder unterlegen. Oder vielleicht wie Mama oder Papa oder wie das Kind. Du verlierst. Du verlierst das Gegenüber und dich selbst.

Wie erlernst du radikale Selbstfürsorge?

Wie kannst du helfen? In dem du dich einlässt und den anderen triffst, wo er ist. In dem du ihn wertschätzt mit seiner Erfahrung und in seinem Prozess. In dem du ihn in seiner Einzigartigkeit anerkennst. Mit deinem eigenen Schmerz, mit deiner eigenen Hilflosigkeit, mit deinen eigenen unbearbeiteten Gefühlen. Deinem verwundeten inneren Kind. Lass deine Träume los, etwas sollte anders, besser oder geheilt sein. Lass alles los und treffe das Leben wie es ist.

Das ist Demut, die du in diesem Moment erfährst. Ich gebe mich in deine Hand des Lebens, in die Hand der universellen Gesetze, in die Hand eines unpersönlichen Gottes. Ich werde andächtig und innerlich still. Ich vertraue. Und übernehme Verantwortung für mich. Ich stelle mich meinem eigenen Prozess. Damit gehe ich dem anderen aus dem Weg, etwas für sich selbst zu tun und helfe mir selbst.

Radikale Selbstfürsorge ist eine der Tugenden eines Menschen, der mit Familienaufstellungen arbeitet. Die Qualität der radikalen Selbstfürsorge wirst du dir auch in unserer zweijährigen Ausbildung „Familienstellen erlernen aus der erwachten Perspektive“ aneignen können.

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