Franz Reuter

Franz Reuter

In meinen jungen Jahren war ich auf der Suche:
Aufgewachsen in einem kleinen katholischen Nest…

Mein Leben ist beileibe nicht geradlinig verlaufen. Ich würde lügen, wenn ich sagte, es sei immer einfach und auf ein Ziel ausgerichtet gewesen. Aufgewachsen in einem kleinen katholischen Nest schwankte ich zwischen Anpassung und Rebellion. Es gab Irrungen und Wirrungen, bis ich dann schließlich Ende der Achziger beruflich als Sozialarbeiter Fuß fasste und ein stetigeres Leben beginnen konnte. Ich lernte viel in der sozialen Arbeit und sammelte Erfahrungen im Umgang mit Menschen, die bis über den Hals in Schwierigkeiten steckten. Um ehrlich zu sein: Das half mir, mir meine eigenen Schattenbereiche anzuschauen. So gewann ich damals ein eher rudimentäres, grundlegendes Verständnis therapeutischer Arbeit.

Etwas Neues trat in mein Leben

In den neunziger Jahren dann hörte ich zum ersten Mal etwas vom Familienstellen. Die Direktheit und emotionale Tiefe der Aufstellungen überzeugte mich von Anfang an und vieles, was mir vorher an menschlichen Schicksalen unverständlich, eben nur schicksalhaft, erschienen war, wurde jetzt in seiner Dynamik durchschaubar und lösbar. So setzte ich alles daran, es selbst zu erlernen.

Ich absolvierte eine zweijährige Ausbildung mit so renommierten Lehrern wie Gunthard Weber, Guni Leila-Baxa, Ester Benz, Otto Brink, Jakob und Sieglinde Schneider, Albrecht Mahr und Gerhard Walper. Da die Aufstellungsarbeit zu dieser Zeit noch heftigen Anwürfen von Konkurrenz und sensationshungriger Presse ausgesetzt war, lernte ich gleichzeitig auch klassische Familientherapie, um mich in meinem damaligen Arbeitsfeld „Sozialarbeit“ besser verkaufen zu können.

Vertiefung der Kenntnisse – Franz Reuter

Doch das Aufstellen überzeugte mich weitaus mehr, so dass ich in den Folgejahren viele Kurse bei Bert Hellinger selbst absolvierte und mich immer wieder auch bei den verschiedensten Aufstellern umsah, z.B. bei Matthias Varga von Kibed und Insa Sparrer. Ich nahm an verschiedenen Kollegen-Intervisionsgruppen teil, aus denen fruchtbare Zusammenarbeiten entstanden wie die Organisation verschiedener Kongresse für Aufsteller und Aufstellungsinteressierte. Auf diesen Kongressen hielt ich zusammen mit meiner Frau Eva regelmässig Vorträge und Workshops zu verschiedenen Themen wie Traumabewältigung oder Partnerbeziehung.

Es waren bewegte zwanzig Jahre, zunächst in der “IAG”, der “Internationalen Arbeitsgemeinschaft” Familienstellen, wie sie damals noch hieß; es gab große kollegiale Austauschgruppen, eine Welle der Begeisterung über diese damals neue und in ihrer Wirkung überwältigende Methode des Heilens.

Das Leben stellt weitere Lernfelder bereit

Mit Eva zusammen leitete ich während dieser Jahre auch regelmässig körpertherapeutische Gruppen und betrieb meine Praxis für Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz). Die Sozialarbeit hatte ich aufgegeben und mit einem Teilzeitjob in einem Kinderladen ersetzt, in dem ich heute ausser der ehrenamtlichen Vorstandarbeit nur noch wenig tue. Dennoch hat gerade diese Arbeit mit den Kindern mein übriges Berufsleben stark mit geprägt, indem sie mir einen profunden Einblick in gruppendynamische Prozesse und in die Beziehungen von Eltern und Kindern verschaffte.

Seit Ende der neunziger Jahre biete ich nun regelmässig Aufstellungsseminare an. Diese finden jeweils in einer Gruppe statt mit maximal sieben oder acht Aufstellungen an einem Tag. Im Laufe eines solchen Tages tauchen die Teilnehmer tief in die wissenden Familienfelder ein und erleben, dass das, was zunächst als Einzelschicksal empfunden und erlebt wird, eine allgemeine menschliche Komponente hat und für die gesamte Gruppe Heilungsimpulse bringt.

Was passiert, wenn wir zusammen DEIN Anliegen betrachten?

Vielleicht hast du ja ein Thema, das du schon eine Weile mit dir herumträgst, und das du endlich lösen möchtest, oder es gibt eine akute Schwierigkeit, die dich zu mir bringt. Was erwartet dich bei mir, Franz Reuter?

Wenn ich mit dir arbeite, geht es mir nicht darum, dass du „wieder funktionierst“; du wirst nicht repariert, es wird nicht an dir „rumgedoktert“, um einen besseren Menschen aus dir zu machen. Es geht darum, dass du ein Verständnis für dich selbst bekommst, warum du was wie machst und was daraus entsteht, damit du schädigende Verhaltensmuster verändern kannst. Damit du das zurücklassen kannst, was sich bedrängend, ängstigend oder beschämend anfühlt. Damit zu dein Potenzial entfalten kannst und zu dem wirst, was du eigentlich bist. So kannst du mit dir selbst und der Welt in Frieden kommen.

Alte Ängste, kindliche Vorstellungen, ungute Bindungen stehen dem oft entgegen. Diese gilt es anzuschauen und ins richtige Verhältnis zu setzen. Das Verständnis des eigenen Weges, der Vermeidungen, Schuldzuweisungen, versuchten Abkürzungen, des Scheiterns, aber auch die „Blumen am Weg“, das was gut geklappt hat, lässt dich vollständiger werden. Du entwickelst Kraft aus dem, was dich einst verstrickt hat. Die alten Gefühle müssen noch einmal gefühlt werden – in ihrer ganzen Bedeutsamkeit und Wucht -, damit sie dir wieder zur Verfügung stehen und nicht als Widerstand gebunden bleiben.

Ich begleite dich dabei, helfe dir, den roten Faden zu finden. Bin für dich da, wenn es emotional heftiger wird. Unterstütze dich, Stabilität und gleichzeitig kreative Bewegung zu finden.

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