Die Doppelbelichtung beenden – das Innere Kind heilen

Liebe Freunde, liebe Klient*innen und Kunden,

im August geben wir den Workshop „Das innere Kind heilen – Der Mut du selbst zu sein“. (17.-19.8.) Du kannst sicher sofort nachvollziehen, dass es immer wieder Mut braucht, „du selbst zu sein“, fast jeder kennt das, dass es nicht so einfach ist.

Oft stehen dem „du selbst sein“ Ängste entgegen wie: „Was werden die anderen wohl denken, wenn ich mich so zeige?“ Oder dass ich einfach deshalb zögere, weil ich es gewohnt bin, mich an Konventionen zu halten. Dass ich gewohnt bin, das zu tun, was ich denke, dass es von mir erwartet wird.

Doch was ist dieses „innere Kind“ überhaupt? Existiert es wirklich?

Das innere Kind ist natürlich kein kleines Wesen, dass irgendwo neben unserer Leber oder unserem Herzen sitzt und uns bei Gelegenheit kneift und piesackt. Es ist eher so etwas wie die gespeicherte Erinnerung an überfordernde Ereignisse, die unser Empfinden und unsere Wahrnehmung nachhaltig beeinflusst.

Wie kann man das verstehen? Ganz einfach gesagt, ist es wie eine Doppelbelichtung: Was in der Vergangenheit einmal ganz real da war, legt sich wie ein zweites Bild über das, was uns heute als Lebenssituation begegnet. Das was in der Vergangenheit ungelöst geblieben ist, zieht uns quasi zurück und führt dazu, dass wir die Gegenwart nicht adäquat wahrnehmen.

Wenn beispielsweise aufgrund von Erfahrungen in der Kindheit starke Ängste da sind, verlassen zu werden, dann interpretieren wir jedes Verhalten, jede Bemerkung unseres Partners oder unserer Partnerin dahin gehend, dass er oder sie uns bald verlassen wird. Auch wenn wir intellektuell wissen, dem ist nicht so, stellt sich das entsprechende Gefühl, oft mit großer Heftigkeit, ein.

Die Kommunikation wird dann schwierig, die alten Emotionen liegen wie ein Schleier über der Gegenwart. Oft entsteht das Gefühl, sich im Kreis zu drehen mit dem Partner.

Oder, um ein anderes Beispiel zu nehmen, wenn dein Chef oder Kollege dich auf einen Fehler hinweist, hört das instabile innere Kind vernichtende Kritik, so wie es diese damals bei den Eltern empfunden hat. Es fühlt sich unverstanden, allein gelassen, manchmal gedemütigt, mißachtet oder nicht gesehen.

Was dann hochkommt sind heftige Emotionen, die angemessenes Verhalten in der Situation unmöglich machen. Es entstehen dann meist Schwierigkeiten im täglichen Umgang, die man sich nicht weiter erklären kann. Man steckt fest in den unguten Gefühlen und weiss nicht weiter.

Die Besonderheit unseres Workshops im August ist es, dass wir auch mit dem vorsprachlichen Bereich arbeiten, einer Zeit, in der die kognitiven Fähigkeiten des Kindes noch in Entwicklung waren. Erinnerungen sind in dieser Zeit noch nicht sprachlich/kognitiv geprägt, sondern „nur“ im körperlichen und emotionalen Erleben verankert. Sie sind da, als Gefühle, Stimmungen, Ängste, panische Auslöser, sind aber der Kognition zunächst nicht zugänglich.

Die Doppelbelichtung besteht also darin, dass die Kindergefühle im Heute getriggert werden und dann mit ihrer ganzen Heftigkeit aufploppen und sich immer noch sehr real anfühlen.

Wir werden an dem Wochenende im August diese Kindergefühle noch einmal aufleben lassen. Aber diesmal hast du die Unterstützung von Eva und Franz als deine Begleiter. Wir werden dich behutsam heranführen an all das Unerfüllte, Ersehnte, an den damit verbundenen Ärger, die Wut oder die einhergehenden Ängste. Wir trainieren die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Damals und Heute, damit wir im Heute frei sein können.

Es ist dabei hilfreich, das innere Kind (das nur aus den alten Gefühlen besteht) als eine eigenständige Persönlichkeit zu sehen. Wir können dieser kleinen Person hier und heute helfen, sie wahrnehmen, liebevoll in den Arm nehmen und halten,  bzw. all das tun, was sie sich schon immer gewünscht hat und was sie nie bekommen hat.

Die Heilung besteht darin, die alten Kindergefühle zuzulassen und halten zu können, während wir gleichzeitig als reife Erwachsene auf die Situation schauen und jetzt tun können, was nötig ist, um aus der Doppelbelichtung auszusteigen.

Wir freuen uns auf dich!

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