Modul 3

Modul 3

Das Nehmen der Eltern, Ja zum Vater, Ja zur Welt

Leitung: Franz Reuter

„Eine gute Ausbildung dient dem Wohle aller Beteiligten. Sie vermittelt nicht nur abstraktes Wissen, sondern resultiert in einem tiefen Transformationsprozess, der Alle zum Guten führt.“

Das dritte Modul behandelt die Versöhnung mit den Eltern, mit ihrer Geschichte und mit dem, was diese dich als Kind gekostet hat. Als Kind haben wir verzichtet, uns zurück genommen und vielleicht sogar zwischen Mama und Papa vermittelt. Wir haben alles getan, um beiden zu gefallen. Oder das Gegenteil: Wir sind ein Rebell geworden. Wir haben gegen Ordnungen verstoßen und uns und andere damit verletzt. Oder wir sind „unsichtbar” geworden. Wir waren einfach nicht da. Oder wir sind ein „Helfer“ geworden. Sind für jeden – in jeder Situaton eingesprungen. Wir fühlten uns aufgefordert zu retten. Aus den vielen Möglichkeiten haben wir gezielt ein ganz spezielles Lebens-Skript gewählt.

Die Eltern aus der geistigen Perspektive

Das Schicksal stellt uns nicht umsonst an diesen Platz, in diese Zeit, in diese Familie und in diese Situation. Leid entsteht nicht durch das, was wir erfahren. Leid resultiert aus unserer Einstellung dazu und durch den Umgang mit unseren Erfahrungen. Wir leiden, weil wir etwas anders haben wollen. Weil wir im Widerstand sind und dagegen kämpfen. Oder weil wir verdrängen. (Das bedeutet nicht, dass wir uns ducken und alles hinnehmen sollten.)

Das Nehmen der Eltern ist der Schlüssel für einen intensiven Wachstumsprozess

Das Nehmen unserer Eltern ist kein gewöhnlicher Vollzug. Meistens ist es ein Schritt, der alles von uns fordert. Unsere Eltern sind oder waren ebenfalls eingebunden in ihr Schicksal. Auch sie konnten nicht wie sie wollten. Auch sie verzichteten, waren verstrickt oder traumatisiert. In der Ausbildung „Familienstellen erlernen aus der erwachten Perspektive“ lernst du aus einer Doppelperspektive zu schauen. Aus der Doppelperspektive wirst du deinen Eltern und ihrem Schicksal gerecht. Du erkennst, dass deine Eltern nicht anders handeln konnten als sie es taten. Niemand hätte es in dieser Situation anders gekonnt. Das ermöglicht es dir, Abstand zu nehmen. Dann entspannt sich etwas in dir, und deine Anklagen oder Forderungen können heilen.

Der Vater und das väterliche Feld

Der Vater ist die zweite Bezugsperson. Er nimmt dich aus der Verschmelzung, aus der (manchmal auch sehr ungesunden) Nähe mit der Mutter in die Welt. Er zeigt dem Kind die Welt. Er hilft dir neugierig zu sein, zu wachsen und durch ihn lernst du auch „nein“ zu sagen. Durch deinen Vater erwirbst du dir Fähigkeiten, die dir dabei helfen, dich sicher und gut in der Welt zurecht zu finden.

Viele Väter sind heute ausgeklammert. Als Kinder brauchen wir beides: Wir brauchen unsere Mutter und den Vater. Die beiden Weltkriege haben besonders auf der Großelternebene Lücken hinterlassen. Viele Männer sind durch den Krieg gestorben; sind Männer aus dem Krieg zurück gekehrt, waren sie in der Regel sehr traumatisiert. Mit dem Familienstellen lernen wir auch, dem Schatten unserer Väter zu begegnen. Und ein Bild vom Männlichen zu entwickeln, das die Achtung behält.

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